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Segeln bedeutet Freiheit, Abenteuer und jede Menge Spaß – und genau das möchten wir im Wassersport-Verein Hemelingen der jungen Generation weitergeben. Unser Ziel ist es, Kinder und Jugendliche früh für den Wassersport zu begeistern und ihnen alle Möglichkeiten zu bieten, sich auf dem Wasser auszuprobieren und weiterzuentwickeln.

Der erste Schritt ins Seglerleben beginnt bei uns im Opti: Hier sammeln die Kleinsten ihre ersten Erlebnisse an der Pinne, lernen Wind und Wellen kennen und spüren, wie es ist, ein Boot selbst zu steuern. Von dort geht die Reise weiter – auf verschiedene Jollenklassen, bis hin zum Fahrten- oder Leistungssegeln. Als offizielles Jollentrainingszentrum des Fachverbands Segeln Bremen bietet der WVH dafür beste Voraussetzungen.

Doch Segeln ist viel mehr als Sport: Es bedeutet, Verantwortung zu übernehmen, gemeinsam im Team zu arbeiten und mit jeder Herausforderung zu wachsen. Wer bei uns segelt, entwickelt Selbstvertrauen, Durchhaltevermögen und mentale Stärke – und erlebt dabei unvergessliche Momente auf dem Wasser.

Ob beim entspannten Segeln in der Freizeit oder mit Adrenalinkick auf Regatten – bei uns finden Kinder und Jugendliche ihr Segelabenteuer. Segeln im WVH ist Bewegung an der frischen Luft, Naturerlebnis und Gemeinschaft – und oft der Beginn einer Leidenschaft fürs Leben.


Der Optimist ist das Boot, in dem fast alle Kinder ihre ersten Segelschläge machen. Mit seinen 2,30 Metern Länge, 1,13 Metern Breite und einer Segelfläche von rund 3,5 Quadratmetern ist er leicht zu steuern, stabil und doch lebendig auf dem Wasser – ideal, um schnell Vertrauen zu gewinnen. Der nur 35 Kilogramm schwere Rumpf lässt sich auch von Kindern gut bewegen. Im WVH hat der „Opti“ einen festen Platz in der Ausbildung: hier lernen die Jüngsten spielerisch alles, was man zum Segeln braucht. Ob zu zweit beim Üben oder allein im Training – der Spaß steht immer im Vordergrund. Wer Lust bekommt, kann bald auch im Regattateam starten. Kein Wunder also, dass aus unseren Opti-Gruppen schon viele erfolgreiche Seglerinnen und Segler hervorgegangen sind.

Weltweit werden rund 150.000 Optimisten gesegelt – damit ist er die größte Jugendbootsklasse der Welt.


Europe
Die Europe ist eine sportliche Einhandjolle für Jugendliche und junge Erwachsene. Feinfühlig im Trimm und sensibel auf Wind und Welle, verlangt sie präzises Handling und gutes Bootsgefühl. Viele nutzen die Europe als Einstieg in den Regattasport – sie verbindet Leichtigkeit mit taktischer Raffinesse.

Contender
Der Contender gehört zu den sportlichsten Einhandjollen. Mit Trapez und großem Segeldruck erfordert er Kraft, Technik und schnelle Reaktionen. Er ist die richtige Wahl für erfahrene Seglerinnen und Segler, die Geschwindigkeit, Dynamik und die Herausforderung anspruchsvoller Bedingungen suchen.

Taifun
Der Taifun ist eine sportlich geprägte Einhandjolle, die durch Ausreitbretter und spezielles Rumpfdesign besonderes Können verlangt. Körperspannung, präzises Trimmen und Ausdauer sind hier entscheidend. Damit bietet er ambitionierten Seglerinnen und Seglern ein intensives Segelerlebnis mit sportlichem Anspruch.

Fazit
Ob Europe, Contender oder Taifun – diese Boote prägen das Einhandsegeln seit Jahrzehnten. Weltweit werden sie gesegelt, trainiert und auf Regatten eingesetzt und bieten damit auch im WVH ideale Möglichkeiten, den Schritt vom Einsteiger zum leistungsorientierten Segeln zu gehen.
Weiter Bootsklassen wie Laser oder O-Jolle werden ebenso im WVH gesegelt oft auch im Privatbesitz aber mit der Teilnahme an vielen Regatten.


420er
Der 420er ist eine sportliche Gleitjolle und für viele Jugendliche der nächste Schritt nach dem Opti. Er wird zu zweit gesegelt und erfordert eingespieltes Teamwork sowie gutes Bootshandling. Wöchentliches Training im WVH und die Teilnahme an zahlreichen Regatten – von der Deutschen Meisterschaft bis hin zu EM, WM oder Kieler Woche – machen den 420er zu einer der erfolgreichsten Jugendklassen weltweit.

Pirat
Der Pirat ist eine bewährte Zwei-Mann-Jolle, die Technik, Taktik und Teamarbeit gleichermaßen verlangt. Er gilt als vielseitige Regattaklasse, in der Seglerinnen und Seglern auf nationalen und internationalen Veranstaltungen erfolgreich antreten können. Mit vereinseigenen Booten eröffnet der WVH Jugendlichen die Möglichkeit, direkt in dieser Klasse einzusteigen und Wettkampferfahrung zu sammeln.

Taifun (Zweihand-Version)
Aus einem Segelkanu entwickelt, bietet der Taifun ein besonderes Segelerlebnis. Als Zwei-Hand-Boot ist er technisch anspruchsvoll und erfordert Erfahrung sowie körperliches Engagement. Im WVH stehen mehrere Taifune zur Verfügung. In der Vergangenheit konnten mit dieser Bootsklasse große Erfolge erzielt werden – darunter Deutsche Meistertitel und Mannschaftsmeisterschaften.

Fazit
Ob 420er, Pirat oder Taifun – im WVH haben Jugendliche die Möglichkeit, im Team die Faszination des Segelns zu erleben und ihr Können im Regattasport weiterzuentwickeln. Zwei-Hand-Boote fördern Kommunikation, Vertrauen und taktisches Segeln – und verbinden sportlichen Ehrgeiz mit Gemeinschaft auf dem Wasser.

Weitere Bootsklassen wie der Teeny, Conger oder die RS Neva werden ebenfalls im WVH gesegelt – oft im Privatbesitz, aber mit reger Teilnahme an vielen Regatten.


Jugend-Cucumber

Seemannschaft leben – generationsübergreifend und gemeinsam

Seemannschaft und Mannschaftssport – diese beiden Begriffe erhalten im WVH eine besondere Bedeutung. Denn hier zählt der Zusammenhalt, das gemeinsame Handeln, das Vertrauen in das Team – auf dem Wasser wie an Land.

Segeln ist nicht nur Regattasport, sondern auch eine Schule fürs Leben. Wer Seemannschaft wirklich begreifen will, beginnt am besten mit dem Fahrtensegeln – und idealerweise im Kutter. Deshalb hat der WVH einen eigenen Jugendkutter. Hier erlernen Kinder und Jugendliche den praktischen Umgang mit Boot, Segel, Tauwerk, Wind und Wasser. Alles geschieht unter Anleitung erfahrener Ausbilderinnen und Ausbildern direkt an Bord – praxisnah, gemeinschaftlich und mit viel Freude.

Besonders lebendig wird diese Idee im Projekt rund um den restaurierten Traditionskutter „Cucumber“. Seit 2008 wird dieses Boot vom WVH gemeinsam mit der Wilhelm-Olbers-Schule im Rahmen einer Schul-AG gesegelt. Entstanden aus dem Programm „Soziale Stadt“, ist es heute ein Leuchtturmprojekt für gelebte Inklusion, Teilhabe und Bildung.

Schülerinnen und Schüler übernehmen hier Verantwortung, lernen Teamarbeit und entwickeln handwerkliche wie soziale Kompetenzen – eingebettet in ihren Stadtteil, begleitet von Ehrenamtlichen des Vereins.

So zeigt sich im Zusammenspiel von Schule, Verein und Engagement, wie Wassersport Menschen verbindet: zwischen Generationen, sozialen Hintergründen und Lebensrealitäten. Der WVH beweist mit solchen Projekten, dass Wassersport mehr ist als Freizeit – er ist ein Raum für Entwicklung, Gemeinschaft und gelebte Integration.

Teilnehmende am Projekt „Cucumber“

  • Schülerinnen und Schüler der Segel-AG der Wilhelm-Olbers-Schule Bremen
  • Ferienprogramm des Bürgerhauses Hemelingen
  • Teilnehmende aus dem Jugendhaus Hemelingen
  • Kinder aus der Kinder- und Jugendpsychiatrie, -psychotherapie und -psychosomatik des Krankenhauses Bremen-Ost